Niche Mates: Wie ein Produktstudio profitable Nischen-SaaS entwickelt

Niche Mates: Wie ein Produktstudio profitable Nischen-SaaS entwickelt

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Stefan Wirth, Gründer des Produktstudios NicheMates, entwickelt gemeinsam mit seinem vierköpfigen Team profitable Nischen-SaaS-Produkte. Statt einem großen Exit strebt das Startup finanzielle Freiheit durch mehrere kleinere Tools an. In einem Mix aus Agency-Geschäft und Produktentwicklung zeigt Niche Mates, wie Bootstrapping auch ohne Venture Capital funktionieren kann.

Von der Venture-Welt zum Bootstrapping

Nach Erfahrungen in der Venture-Capital-Welt, unter anderem bei einem Studio der Candy-Crush-Gründer, entschied sich Stefan bewusst gegen externes Kapital: "Ich wollte keinen Venture raisen, weil du damit relativ viel Kontrolle abgibst. Worauf wir optimieren, ist eigentlich Optionalität."

Das Produktstudio verfolgt einen interessanten Ansatz: Statt einem großen SaaS-Tool werden mehrere kleine entwickelt, die jeweils 10.000-15.000 USD monatlich generieren sollen. Das bekannteste Produkt ist ein KI-gestützter Redengenerator für Hochzeiten, entwickelt in Partnerschaft mit einer bekannten US-Influencerin. Ein weiteres Tool ist SwiftBrief, das bei der SEO-Optimierung unterstützt.

Herausforderungen und Marketing-Strategie

Das Marketing erfolgt hauptsächlich über zwei Kanäle: Organische Suche (SEO) und strategische Partnerschaften. Besonders beim Hochzeits-Tool zahlt sich die Zusammenarbeit mit der Influencerin aus, die bereits eine etablierte Marke in diesem Bereich aufgebaut hat.

"Es ist relativ schwer, Leute von dem Value zu überzeugen, weil es ein bisschen Vitamin ist. Fast keiner publisht täglich 300 Videos, dass es ihm wichtig ist, dass dieser Workflow extrem schnell funktioniert."

Die größte Herausforderung beim Bootstrapping ist die Balance zwischen Agency-Arbeit für den Cashflow und Produktentwicklung. Stefan nutzt dafür eine klare Wochenstruktur: Montag und Freitag für strategische Themen, Dienstag und Donnerstag für die Umsetzung, Mittwoch für Beziehungspflege und Calls.

Der technische Stack basiert auf Next.js und Supabase, ergänzt durch verschiedene KI-Tools wie ChatGPT. Für die Entwicklung werden AI-Assistenten wie Cursor und WindsorAI genutzt.

Die wichtigsten Learnings von Stefan:

  • Nicht zu klein denken - auch kleine Tools benötigen erheblichen Marketing-Aufwand
  • Der Weg zur finanziellen Freiheit dauert länger als gedacht
  • Klare Strukturierung der Arbeitswoche hilft bei parallelen Projekten
  • Strategische Partnerschaften sind wichtiger als reine Technologie
  • Die Balance zwischen Agency-Arbeit und Produktentwicklung muss stimmen
"Es dauert immer länger als du denkst und länger als du willst. Das ist so bisschen wie ich halt an die Sachen rangehe."

Das Geschäftsmodell von NicheMates zeigt einen interessanten Mittelweg zwischen klassischem Bootstrapping und VC-finanziertem Wachstum. Durch die Kombination aus Agency-Geschäft, strategischen Partnerschaften und fokussierter Produktentwicklung schafft das Team nachhaltige Einnahmequellen, ohne dabei die Kontrolle über die eigene Entwicklung zu verlieren.

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Andreas Lehr